DER Verein

Eine Entstehungsgeschichte

…begründet sich auf den Erfahrungen unserer Obfrau Inge Pospisil und der Geschäftsführerin Tatjana Pospisil rund um das Thema der Demenz. Als der Ehemann bzw. Vater zunehmend vergesslicher wurde und in weiterer Folge die Diagnose einer Lewy-Body-Demenz erhielt, änderte sich Vieles. Eines jedoch blieb der ganzen Familie zumindest über weite Strecken erhalten: der Zusammenhalt, der liebevolle Umgang miteinander und der der Versuch, trotz aller täglicher Herausforderungen, das Glück im Moment zu genießen – mit aller Positivität und trotz Demenz im Gepäck.

Es wurde allerdings auch festgestellt, dass all das Feedback, das man von der Welt außerhalb der Familiengrenzen erhielt, zwar voller Ratschläge und (pflegerischer) Unterstützungsangebote war, meist aber mit unwahrscheinlich deprimierenden Vibes. Alles wurde mit so viel Negativität gesehen, die Belastungen besprochen, der Kummer in den Mittelpunkt gesetzt und die Ausweglosigkeit aus der Misere als Ausrufezeichen gesetzt.

Im Gegenzug dazu war Günter (eben dieser Ehemann und Vater) immer noch VOLLER HERZENSWÄRME DA.

(Seine Geschichte wurde in „Das Ich in mir – oder wer ist Georg?“ von seiner Tochter aufgeschrieben; erschienen im tredition Verlag; erhältlich unter ISBN-103746941733 online sowie im gut sortierten Buchhandel)

Das war sie, die Geburtsstunde der Idee, ETWAS zu tun, um eben diese Herzenswärme auch mit dem Außen zu teilen, dadurch Hoffnung zu schenken und unsere ganz persönlichen Glücksmomente zu teilen – denn bekanntlich zählt Glück ja zu den Dingen, die sich verdoppeln, wenn man sie teilt. Somit malte sich dieser gewählte Ansatz ganz in unserem Sinne…

Begonnen wurde mit einer Idee und zwei Menschen, die bereit waren, diese mit der Welt zu teilen. Damals, 2018, zwei Jahre nachdem Günter diese Welt verlassen hatte.

Es wurden verschiedenste Akzente gesetzt, im Kleinen, aber mit nachhaltiger Kontinuität und Beharrlichkeit. Und bald schon gesellten sich erste WegbegleiterInnen hinzu…

In weiterer Folge wurde das Zusammentreffen der bewegten Selbsthilfe initiiert – für Angehörige gemeinsam mit ihren Lieben; um GEMEINSAM eine paar schöne Stunden zu verbringen.

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Auch der Ansatz, der Generation von morgen mehr über die wunderbaren Möglichkeiten zu berichten, wie ein freudvolles Zusammensein mit SeniorInnen im allgemeinen und mit Menschen mit Vergesslichkeit im Besonderen machbar ist, wurde bereits 2019 im Rahmen interaktiver Workshops umgesetzt.

Bald kristallisierte sích zudem das Interesse am Ansatz von „Radeln ohne Alter“ heraus. Wenn Jung & Alt gemeinsam Qualitätszeit verbringen, kann dies nur erfüllte Herzen mit sich bringen. Aus diesem Gedanken heraus, wurde mit finanzieller Unterstützung der Stadt Innsbruck 2019 die erste eigene e-Rikscha („Matilda“) für den Verein angeschafft und in weiterer Folge zwei Seniorenwohnheime Innsbrucks an zwei Tagen in der Woche „befahren“.

Um die angefragten Ausfahrten umsetzen zu können, brauchte es Unterstützung. Diese fand das Kernteam des Vereins in einer Hand voll wunderbarer Menschen, die bereit waren, ehrenamtlich Ausfahrten mit „unseren“ SeniorInnen zu unternehmen. Ihr Lohn: strahlende Gesichter mit breitem Lächeln – vor und hinter dem Fahrradlenker!

Zu den Impressionen geht es HIER entlang

Mittlerweile hat sich zu „Matilda“ mit der Unterstützung des Vereins „Freunde schenken Freude“ auch „Axel“ hinzugesellt. Gemeinsam mit einem Team von 11 fantastischen Rikscha PilotInnen – von der Studentin bis zum Jungpensionisten – befahren wir von März bis Oktober fünf Wohnheime bzw. Tages- betreuungseinrichtungen. Seit 2020 sind wir zusätzlich unter der Leitung von Ronald Den Outer in Kufstein unterwegs sowie in Innsbruck mit zahlreichen „Wunschfahrten“.

Um auch im größeren Rahmen aufzuzeigen, was alles möglich ist, wenn man Hände reicht, wurde im Herbst 2019 ein Fest der Lebensfreude – die Tiroler Demenz Parade organisiert und durchgeführt.

Um den entstanden Gefühlen Ausdruck zu verleihen, fehlen die Worte…

Stattdessen finden sich HIER strahlende Impressionen!

2020 stand unter dem aufgehenden JunA Stern – und das bereitet riesengroße Freude!

Wir sind unwahrscheinlich stolz darauf, dass wir bei der Ausschreibung zum größten österreichischen Sozialpreis, dem „Get active social business award 2020“, mit dem Generationenprojekt „JunA“ überzeugen konnten und unter den Finalisten stehen. Die Entscheidung über den Gewinner/die Gewinnerin fällt (so es die Corona Beschränkungen zulassen) am 22. Jänner diesen Jahres.

Der Verein Abenteuer Demenz hat in seiner kurzen Zeit des Bestehens eine unwahrscheinlich kreativ, flexible Entwicklung hinter sich, welche zum Finden der drei Säulen des Vereinsprogramms maßgeblich beigetragen hat.

KUMMER SCHAUT ZURÜCK
SORGE SCHAUT UMHER
aber
ZUVERSICHT SCHAUT
NACH VORN

Denn was eine Raupe das Ende der Welt nennt,
nennt der Rest der Welt SCHMETTERLING 

Die Veränderungen in der Welt, die wir uns wünschen,
trägt jede und jeder von uns
in sich selbst!

(übernommen von linkedIn veröffentlicht von dem vielgeschätzten Prof.em.Dr.med. Dietrich Grönemeyer)

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